Lauf-KulTour 2011 steht auf der Kippe

Die Lauf-KulTour kämpft im Jahr 2011 mit erheblichen Schwierigkeiten. Gründe dafür sind, dass die bisherigen Organisatoren die TU Chemnitz verlassen haben und nur noch wenig Zeit für das Projekt aufbringen können. Potentielle Nachfolger haben ebenfalls ein Zeitproblem: Das neue Bachelor-Master-System, mit seinen voll gepackten Studienplänen, macht es für interessierte Studenten nicht einfach sich im benötigten Maße zu beteiligen. Dennoch hat sich eine kleine Gruppe gefunden, die alles daran setzt, dass die Lauf-Kultour weiter lebt. Derzeit erarbeiten sie ein Konzept für die Tour 2011, mit dem Sponsoren gefunden werden sollen. Ob die kommenden Monate jedoch reichen werden, um den finanziellen Bedarf des Projektes zu decken, ist nicht sicher. Was die Lauf-KulTour nun benötigt: Leute, Studenten, Interessierte, die sich für das Projekt begeistern und es sowohl ideell, praktisch durch ihre Mitarbeit, als auch finanziell unterstützen möchten. Ob es die Lauf-KulTour, so wie in den letzten 4 Jahren, auch dieses Jahr wieder geben wird, steht also zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Aber wir arbeiten daran! Hier nun der Presseartikel (Freie Presse) vom 10. März, dessen (Zweit-)Veröffentlichung uns der Autor, Benjamin Lummer, gestattet. Vielen Dank! TU-Laufprojekt auf der Kippe Die Organisatoren des Projektes „Laufkultour“ fürchten, dass die Veranstaltung in diesem Jahr ausfällt. Im Moment stehe der Lauf auf der Kippe, sagte Dirk Lange gestern der „Freien Presse“. Lange hatte das Projekt zusammen mit fünf Mitstreitern vor vier Jahren ins Leben gerufen. Seitdem umrundeten einmal jährlich Chemnitzer Studenten Deutschland zu Fuß und seit 2008 auch auf dem Rad. Dabei legten sie in 16 Tagen gut 4000 Kilometer entlang der deutschen Außengrenzen zurück. Mit der Aktion warben die Studenten für die Stadt und die Universität Chemnitz. Zudem waren sie als Botschafter und Spendensammler für die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) unterwegs. Die Kosten in Höhe von insgesamt etwa 60.000 Euro wurden größtenteils über Sponsorengelder gedeckt. In diesem Jahr könnte der Lauf erstmal ins Wasser fallen. Dirk Lange führt das vor allem auf Nachwuchsprobleme zurück. Die bisherigen Organisatoren hätten die Universität verlassen und deswegen nur noch wenig Zeit für das Projekt. Nachfolger zu gewinnen, sei sehr schwierig: „Die Studenten haben aufgrund der Studiengänge, die wenig Zeit für zusätzliche Aktivitäten lassen, kaum Gelegenheit für ehrenamtliches Engagement. Manchmal fehlt es auch an der Bereitschaft dazu“, sagte Lange. Deswegen habe er schon länger darauf gedrängt, dass das Projekt einen festen Platz in Chemnitz bekommt: „Wenn die ,Laufkultour‘ langfristig bestehen soll, muss sie zum dauerhaften Projekt der Stadt oder der Universität werden.“ Die Zusammenarbeit mit beiden Partnern sei zwar gut, es fehle aber an langfristigen Konzepten. So sei es denkbar, das Projekt als feste Initiative mit Büro und finanziellen Mitteln an der TU Chemnitz anzusiedeln. Zudem wäre es ein Lösungsansatz, wenn beispielsweise die städtische Tourismusgesellschaft die Medienarbeit der „Laufkultour“ übernähme, um mehr Sponsoren aus der Region zu gewinnen: „Wir machen Werbung für Chemnitz, im Moment kommen unsere Hauptsponsoren mit Ausnahme von Niles Simmons aber nicht aus der Region.“ Der Leiter des Wissenschaftsbüros der Stadt, Urs Luczak, zeigt sich diesen Vorschlägen gegenüber offen: „Das sindüberlegenswerte Gedanken.“ Die Stadt sei bereit, ihre Möglichkeiten auszuschöpfen, um das Projekt am Leben zu erhalten. Über finanzielle Mittel zu sprechen, sei aber noch zu früh. Indes versucht eine Gruppe von sechs Studenten, die Aktion doch noch zu retten. Im Moment erarbeite man ein Konzept, berichtet Sebastian Ködel, einer der neuen Organisatoren. Trotz des Rückstandes von fast vier Monaten bei der Organisation habe man die Hoffnung noch nicht aufgegeben: „Wir probieren alles, damit es doch noch klappt.“

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