Tag 7: Wie siehst du denn aus? Biste gerannt?

Ja, was soll man schon noch so schreiben? Ist ja hier jeden Tag sowieso nur das gleiche. Bloß die Frau an der Brottheke hat 'nen anderen Dialekt. Ansonsten: Aufstehen, zum Wechselpunkt fahren, Banane essen, Laufen, Nudeln essen, schlafen. Das wars auch schon. Kommen bloß noch Einkaufen, Abwaschen, Schuhe säubern, Kommunizieren, Fotos schießen, Staus umfahren, Laptops laden und exakt 47 weitere Aufgaben auf uns zu. So macht das aber auch nur Spaß - Langweile gibt's ja schon im Fernsehen. Was wir vorerst gelöst haben, ist das Stromproblem. Verabschiedet hat sich aber auch das gute Wetter. Das erste Mal seit Tourbeginn hat uns eine Regenfront hinter Karlsruhe gekreuzt. Im Prinzip nichts Dramatisches, aber eben eine neue Situation auf der Tour, auf die man sich einstellen muss. Hat auch geklappt. img_0678-800x600Was zurzeit hingegen aber einfach zu oft nicht so recht klappen will, sind die Wechsel unter den Läufern. Zu häufig verlieren wir hier schnell mal zwei bis drei Minuten bei einem Wechsel. Bei 24 Wechselstellen täglich kann man sich schnell ausrechnen, wieviel Zeit verloren gehen kann. Wenn dann noch zwei Brücken mit Abwesenheit glänzen und Umwege von sieben bis acht Kilometern in Kauf genommen werden müssen, ist es nicht verwunderlich dass wir wieder drei Stunden hinter die Zeitkalkulation gefallen sind. Jetzt heißt es also nochmal für jeden einzelnen im Team gewissenhaft und konzentriert mitzuwirken. Mit einher geht auch eine gewisse Spannung im Team. Wir mögen uns alle noch. Klar. Aber Schlafmangel und Stress tragen dazu bei, dass man manchmal zu schnell ungeduldig wird. Ohne es böse zu meinen, sondern eher um was Gutes fürs Team zu tun. Wir schaffen das schon. Bloß keine Sorgen.

Es gibt bisher 2 Reaktionen auf diesen Artikel

  1. Kopf hoch, Wetter soll in den nächsten Tagen wieder besser werden, dann steigt bestimmt auch die Teamstimmung wieder. Wenn Ihr heute Abend mit leichter Verspätung durch Münster lauft, ergibt sich hoffentlich für mich auch mal die Möglichkeit, Euch ein Stück zu begleiten. Werde versuchen, in Mecklenbeck auf Euch zu warten und dann den Aasee entlang bis in die Innenstadt mitzulaufen.

    Bis dahin wünsche ich gelungene Wechsel,
    Gerrit

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