Tag 1: Erster Tag, erste Erlebnisse

04.09.2014 - vom Tharandter Wald nach Sagar

Eigentlich sollte das Adrenalin nach dem Tourstart ja verfliegen und sich eine Routine einstellen - doch in diesem Jahr scheint das anders zu werden. Denn der Adrenalinspiegel blieb bei einigen Teams auch am ersten Tag noch ziemlich erhöht. So hat das RB1-Team noch fast kein Auge zugetan, das Läuferteam 1 hat auch schon eine Überraschung hinter sich, Läuferteam 2 eine noch viel Größere, und Team 3 und RB2 haben zusammen auch schon kurz den Atem angehalten. Aber jetzt mal langsam und chronologisch.

Nachdem wir Chemnitz verlassen hatten und Team 2 problemlos auf Team 3 gewechselt hatte, fing der Spaß an. Team 2 fuhr zu einer Abendess- und Duschmöglichkeit in Dresden, ahnte dabei aber noch nicht, was in dieser Zeit passieren wird. Denn als sie zum Wohnmobil zurückkehrten, waren ihre Wertsachen weg. Und auch ein wenig Laufbekleidung. Sind wir denn im falschen Film? Leider nein. Ihr Wohnmobil wurde während der warmen Dusche aufgebrochen und durchforstet. Und das am ersten Tag. Demzufolge war an Schlafen gar nicht zu denken, denn die Polizei und die Familie Freitag mussten informiert werden. So konnte auch RB1 keine ruhige Nacht verbringen, trotz dass noch ein wenig Glück zur Hilfe kam. Die Polizei fand nämlich einige Sachen der Läufer wieder. Trotzdem ist das bis jetzt das krasseste Erlebnis während einer Lauf-KulTour und ein ziemlicher Schock zum Tourstart gleich sowieso.

Doch nicht nur RB1 und Team 2 hatten Action am ersten Tag, nein auch der Rest des Feldes. Team 1 hat durch unglücklich aufgewirbelte Steine eines LKW einen Steinschlag mit auf den Weg bekommen, der demnächst behoben werden muss. Und bei Team 3 möchte die Türe nicht mehr so funktionieren, wie es das Team möchte.

Nun nochmal kurz zur heutigen Strecke: Nach dem Tharandter Wald ging es bergab nach Dresden hinein, im Morgengrauen die Elbe entlang Richtung Bad Schandau, ab dort auf immer hügeligerer und unfahrberer Strecke durchs Elbsandsteingebirge weiter Richtung Oppach, durch die Ausläufer des Zittauer Gebirges weiter nach Zittau selbst, dann wieder flacher werdend nach Görlitz und jetzt stehen wir hier irgendwo an der Grenze zu Polen an der Neiße.

Ziemlich viel Action also zum Start der Tour. Wie soll das nur die 16 Tage über weitergehen?

geschrieben von RB2

P.S.: Da gerade das Internet hier an der polnischen Grenze nicht so möchte, wie ich das gerne hätte, könnten sich einige Fotos oder Artikel ein klein wenig verspäten.

Es gibt bisher 2 Reaktionen auf diesen Artikel

  1. Oh man, ich hoffe, die anfänglichen Pannen und Unglücke legen sich ganz bald, so dass ihr eine tolle Lauf-Kultour haben könnt!! Lasst euch nicht unterkriegen 🙂
    LG aus Halle

  2. Episodischer Nachtrag:

    Immerhin brachte der dem Team 3 (d.h. uns) inzwischen zu Ohren gekommene Diebstahl einen gewissen Nutzen, wenn auch mit fadem Beigeschmack: In Hartha gleich hinter dem Tharandter Wald war unser Autoschlüssel verschwunden. Nachts um halb drei. Schlafenszeit. Dringend! Nachdem wir uns schon wie Hänsel und Gretel im Wald verlaufen – äh – verfahren und Gerrit beinahe auf eine unfreiwillige 22-km-Bergetappe verschaukelt hatten.
    Nunja, noch nicht so recht an Ordnung im Auto gewöhnt war der Autoschlüssel schon öfter mal weg, aber bisher immer bei irgendjemandem aufgetaucht. Diesmal nicht. (Unseren Malzbierkasten haben wir eher „freiwillig“ in Oederan stehen gelassen, hoffentlich hat der Finder daran Geschmack gefunden! Kann derjenige sich vielleicht ganz nett melden?)
    Nach reiflicher Überlegung musste dieser im Kofferraum stecken, und dieser war ordentlich zugeschlossen. Was nun?
    Ich überlegte mir, dass die Diebe keine Einbruchsspuren hinterlassen hatten. Vielleicht ist das Schloss zum Kofferaum (sowie Wohnungstür) ganz simpel? Oder sogar ähnlich untereinander? Bevor die Radbegleiter weg waren bat ich sie um … ihren Schlüssel! Gefummelt 10 Sekunden, das Schloss sprang auf, und voilà, unser Autoschlüssel war drin, wir konnten weiterfahren und schließlich in Neustadt/Sachsen schlafen. Unruhig, denn nun wussten wir, dass Diebe und Räuber keineswegs länger brauchen; ich bin ja kein professioneller Schlossknacker. Dazu später noch eine Episode.
    Ich werde noch hierzu eine Eingabe ans Capron-Werk Neustadt machen, denn dermaßen simple Schlösser sind eine Zumutung, gerade auf Campingplätzen. (Früher, als das noch das Kombinat Fortschritt Landmaschinen war, hatte ich da mal im Musterbau gearbeitet.)

    LG aus Chemnitz / Nieschütz / Neustadt

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