Tag 10: Ausgesaugt und ausgeschlafen

13.09.2014 - von Bingen nach Rheinhausen

Dank der Ankunft von Steffen konnte das Radbegleiter-Team 1 einmal erholsame 6 Stunden am Stück schlafen! Ohne ihn wären es wohl wieder nur 1-2 Stunden gewesen. So fühlte es sich gleich viel besser an, im Morgengrauen am Rhein entlang zu fahren. Nicht so erholt, war in dem Moment jedoch leider der Läufer. Nach nur einem Kilometer musste Falko aufgegeben – im Bereich der Achillessehne ging nichts mehr – auch der Kreislauf streikte. Team 2 war schnell rettend zur Stelle und kompensierte tapfer ihren ersten Läufer. Dann wurde ein Plan ausgearbeitet, wie alle Läufer zusammen den Verletzten für die nächsten zwei Tage entlasten konnten. Für die Läufer war es selbstverständlich mehr zu laufen, um Falko zu unterstützen.

Nach Sonnenaufgang sollte der Tag auf jeden Fall deutlich problemfreier verlaufen, als der Vorherige. Die Wechsel klappten reibungslos. Team 3 bekam für ein paar Stunden Besuch von Maik aus Team 1, der ihnen einen kleinen Grundkurs in die Welt der Sportmassage geben wollte. Es ist unglaublich wichtig für die Läufer, ihre nun vermehrten Verhärtungen in den Beinen gründlich auszumassieren, sonst kann es zu ernsthaften Verletzungen kommen.
Die Gegebenheiten am Rhein waren für die Läufer sehr angenehm, sie konnten dank der flachen Strecke und dem Rückenwind Kraft für die anstehende Steigungen in den nächsten Tagen sammeln. Zudem ist das Panorama wunderschön und so flogen die Kilometer nur so dahin.
Am Abend wurden Läufer- und Radbegleiterbusse heimgesucht: ein Heer von hungrigen Mücken von den Ufern des Rheins stürzte sich über fast alle Teams. Jeden juckte es überall – sogar im Gesicht. Und wenn sie nicht gestorben sind, so kratzen sie sich noch heute 😉

Team 3 hatte nicht mehr so mit den Insekten zu kämpfen, jedoch mit dem Suchen von Corinnas Handy. Ihr war es bei einem Wechsel auf dem Damm versehentlich aus der Hosentasche gerutscht und ins tiefe nasse Gras gefallen. Das Radbegleiter-Team konnte es glücklicherweise finden. Corinna erfuhr die frohe Botschaft, als sie auf Strecke war und lief gleich gefühlte 3km/h schneller vor Freude. So endete die laue Nacht am Rhein noch glücklich und alle, die noch wach waren, fielen so schnell sie konnten in einen tiefen Schlaf.

RB1

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  1. Episodischer Nachtrag:

    Das mit dem Auffinden des Handys durch Radbegleiter ist glatt gelogen. Wir (Läufer-Team 3) sind zurückgefahren und ich war derjenige, der das Ding nachts im tiefen Gras liegend gefunden hatte. Glücklicherweise lag es „mit der Butterseite nach oben“, sodass man es am Damm beim Anklingeln leuchten sah. Abgesehen von den nächtlichen Extra-Kilometern, navi-gesteuert auf kürzestem Wege durch die engsten zugeparkten Dorfgässchen war das größte Problem, am Wechselpunkt, bei dem ich mich hatte nachts schwitzend nur nichts-wie-Tür-zu-und-los abholen ließ, Koris skizziert mitgeteilte Wege nachzuvollziehen. „Zur Strafe“ gab es Extra-Kilometer für Kori zu laufen, denn sie war ja gerade dran und durch die Suche würden wir sowieso nicht ganz pünktlich ankommen. War aber gar nicht so schlimm, es waren höchstens 10 Minuten. Koris Fitness war blendend gut.

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