Tag 11: der Süden ist erreicht

14.09.2014 - von Rheinhausen nach Laufenburg

Ob wir während der Lauf-KulTour mal einen ruhigen Tag ohne Zwischenfälle erleben? Auch heute war wieder mächtig was los und viele Situationen mit vereinten Kräften zu bewältigen. Da das Team mittlerweile so stark zusammengewachsen ist, war dies gut zu schaffen.

Das Wichtigste zuerst: Die Läufer auf der Strecke, immer Frankreich in Sichtweite, sind ziemlich gut voran gekommen. Zwar haben wir mittlerweile Zeit verloren, aber die wurde ja zuvor eingelaufen und die nicht vorhandenen Wege und Brücken ließen auch kein schnelleres Vorankommen zu.

Aber der Tag brachte auch abseits der Strecke wieder viel Action mit sich. Vor dem 2-Uhr-Wechsel fuhr ich (Adele) bei Läuferbus 3 mit, wobei ich einschlief. Als wir mitten auf dem Feld hielten, war aber kein weiteres Wohnmobil zu sehen. Das lag daran, dass wir zum letzten Wechselpunkt gefahren waren, um Cori's Handy zu suchen, dass irgendwo auf dem Feld verloren gegangen war. Zum Glück lag es mit der leuchtenden Seite nach oben, sodass wir schnell weiter konnten. Unglücklicherweise war dann aber auch noch das Bushandy alle, sodass nicht alle WoMos den Punkt erhielten. Dank der Livemap auf unserer Website sowie gutem Internetempfang konnten sich dann doch alle an der gleichen Stelle einfinden.

Währenddessen schlief der Läuferbus 2 tief und fest. So ging Maik auf seine 12 Kilometer Strecke und Marie auf eine Strecke, von der sie noch nicht wusste, wie lange sie dauern würde. Denn durch Missverständnisse beim Wenden manövrierte sich die Gruppe in ein schlammiges Feld. Ergo, es gab kein Rauskommen. Es wurden vorsichtshalber alle Teams angerufen, um zu checken, wer in der Nähe ist. Läuferbus 2 wurde schon nach einer Stunde aus dem Schlaf gerissen, löste Marie ab & rannte selbst los. Radbus 1 kam dem feststeckenden Wohnmobil nach 45 Minuten zur Hilfe.Alles Anschieben blieb leider erfolglos, weckte aber die Nachbarn. Erst als jemand den nahe gelegenen Bauhof entdeckte, der ein Abschleppseil & Matten bot, konnte das Wohnmobil befreit werden. Dabei ging für fast alle Beteiligten eine Menge Schlaf drauf, aber das ist die Lauf-KulTour.

Der 14-Uhr-Wechsel fand dann im sehr freundlichen, im Lauf-KulTour-interessierten Freiburg statt. Natürlich konnte das nicht irgendwo in der Umwelthauptstadt Deutschland passieren, So mussten wir mit vier Wohnmobilen Serpentinen in ein Villenviertel hinauf kurven. Schön wars. Bei bestem Sonnenschein blieben wir noch einige Zeit liegen. Ach, eine große Feier gab es natürlich auch noch: Alles Gute zum Nichtgeburtstag. Es gab natürlich keinen Kuchen. Bei doppelter Verneinung läuft es aber doch auf einen Schokokuchen von Amelies Mama hinaus. Vielen Dank!

In der Zwischenzeit ging Maik auf die erste Mittelgebirgsetappe und hatte auch gleich ein paar schöne Höhenmeter zu bewältigen, die für ihn, im Gegensatz zur Radbegleitung, kaum ein Problem darstellten. So erreichte er mit Lina den ersten Wechselpunkt und gab den imaginären Staffelstab an Nadja weiter, die auf ihren Kilometern durch den Schwarzwald ein paar kleinere Hürden, wie eine weglose Wiese und einen kleinen Bach, passieren musste. Marie, die mit ihrem Steffen zusammen, die hügelige Strecke durch die endlosen Weinfelder und holprigen Schotterwege bezwingen wollte, brachten Lina ziemlich zum Schwitzen, da es ein paar nette Steigungen gab, die geschafft werden wollten. Schon während der Strecke wurde angekündigt, dass die letzte Etappe wohl die Nervenaufreibendste werden sollte, da der Track quer durch einen Wald ohne Weg führt,was Lina nahe an den Rand der Verzweiflung trieb. So ginge es also mit Eva auf ins Unbekannte und gesagt getan führte nach ein paar Metern Waldweg unsere Strecke irgendwo ins Nirgendwo, wo wir also abbiegen mussten um auf dem richtigen Weg zu bleiben. Also hieß es: Runter vom Rad und einer zieht von vorne, der andere schiebt von hinten und wir hievten das Mountainbike quer durchs Geäst, bis wir endlich wieder auf einen halbwegs befahrbaren Weg stießen. Nachdem diese Aufregung sich gelegt hatte, wurden wir auch sofort für unsere Mühe belohnt mit einem wahnsinnig schönen Ausblick auf den Schwarzwald auf der Einen und den ersten Ausläufern der Alpen auf der anderen Seite, die im seichten Licht der ersten Dämmerungsanzeichen eine besonders schöne Atmosphäre schufen. So beendete Team 1 ihre Schicht und es wurde auf Team 2 mit Adele als Radbegleitung übergeben.

geschrieben von RB2

Es gibt bisher 4 Reaktionen auf diesen Artikel

  1. Hallo ihr tapferen Kilometerfresser+rinnen und Stehaufmännchen+weibchen,
    liebe Grüße aus Riesa von Evas Eltern. Da es nun nicht geklappt hat mit einem Treffen in Koblenz, der Urlaub in Cochem war am 12.09.2014 zu Ende, werden wir euch am Freitag in Chemnitz gebührend empfangen. Wir brauchen mal einen Tipp nach was euer Hunger schreit und was einfach und schnell herzustellen ist. Zumindest wissen wir, dass etwas veganes und laktosefreies dabei sein sollte. Euer Tagebuch hat ja eine breite Palette von Erlebnissen zu erzählen. Wie heißt es doch so schön: Was uns nicht umbringt…
    In diesem Sinne wünschen wir euch noch viele Abenteuer, die ihr gemeinsam meistert. So ein „Rezeptbuch fürs Leben“ gibt es nirgends zu kaufen-das muss man sich erkämpfen und es bleibt ein ganz persönliches Unicat, was keiner klauen kann.
    Auf geht’s….
    Manfred und Betina

  2. Hallo liebe tapfere Läufer ,Radbegleiter und Womo-Fahrer,ich bewundere euren Mut und eure Kondition, diese große Herausforderung zu meistern. Ihr geht an eure physischen und psychischen Grenzen für einen guten Zweck. Das ist genial und anerkennenswert. Ich finde jedoch, die Medien sollten dies mehr gebührend würdigen. Ich wünsche euch für den letzten Abschnitt alles Gute, viel Kraft und schönes Wetter.Kommt alle gesund in Chemnitz wieder an. Wir sehen uns an der Reichenhainer Str. LG Jana.

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