Tag 13: Königsetappe

16.09.2014 - von Wiedemannsdorf nach Gartenberg

Füssen, Oberammergau, Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald, Lengries. Über 2500 Höhenmeter Auf- und Abstieg. Atemberaubende Panoramen auf das Zugspitzmassiv, der Schliersee, ein Wechsel vor der Kulisse von Schloss Neuschwanstein … noch Fragen?

Der Reihe nach: Für diesen einen Tag hatten wir die ganze Tour vorgearbeitet, zeitweise über fünf Stunden Vorsprung herausgelaufen und dann doch gezittert, ob der Zeitpuffer reichen würde. Um sechs Uhr morgens übernahmen wir in Nesselwang den Staffelstab von Team 1. Unser Quartett, welches derzeit verletzungsbedingt leider nur noch als Trio laufen kann, hatte wunderbare Teilstücke: zunächst im Morgennebel über idyllische Almen zwischen glücklich grasenden Kühen hindurch, dann in der Morgensonne über Füssen zum Alpsee und zu Schloss Neuschwanstein und dann an Bergmassiven vorbei zum Bannwaldsee.

Während sich Team 1 und 3 in der Mittagshitze mit den steilsten Abschnitten um Garmisch abplagten, konnten wir uns am Oberlauf der Isar entspannen und kochen.

Die Abendschicht stand dann zunächst ganz im Zeichen Magdalena Neuners: Am Magdalena-Neuner-Wanderweg und an der Magdalena-Neuner-Loipe entlang ging es talabwärts in Richtung Walchensee (über dessen Umbenennung in „Magdalena-Neuner-See“ Gerüchten nach bereits ein Referendum in Vorbereitung ist). Dort hatten sich die anderen Läuferteams bereits am Ufer breit gemacht. Für uns blieb nur Zeit für einen kurzen Sprung ins eiskalte Wasser, dann hieß es auch schon wieder Zähne zusammenbeißen und in zwei Etappen ging es über die Jachenaustraße nach Lengries.

Am Abend forderten das hohe Tempo und die langen Etappen der letzten Tage ihren Tribut und ein weiterer unserer Läufer wird einen Tag aussetzen müssen. Doch nun ist das größte Hindernis auf unserem Weg bewältigt und es konnte ein Vorsprung von zweieinhalb Stunden über die Berge gerettet werden. Nun heißt es noch, diesen im flachen Land über die letzten drei Tage nach Chemnitz zu bringen.

geschrieben von Team 2

Es gibt bisher 2 Reaktionen auf diesen Artikel

  1. Euer Tagebuch liest sich ja dieses Jahr wie ein spannender Krimi! Ich bin schwer beeindruckt wie ihr mit den kleinen und großen Hürden mit scheinbar endloser Gelassenheit umgegangen seid und wünsche euch noch maximale Kraft für die allerletzten Meter! Einige sehe ich beim nächsten Chemnitz Besuch ja sicherlich beim Dönieren. 🙂

    Liebe Grüße
    Thomas

    • Hey Thomas,

      ja was wollen wir denn auch sonst tun? Panik bringt auf der Tour nicht viel, also sollte man alles mit Gelassenheit nehmen 😉
      Bis irgendwann mal wieder in Chemnitz beim Dönieren

      Basti

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