Einmal rund um Chemnitz & Leistungsdiagnostik

Strecke unserer Runde
Strecke unserer Runde

Am Wochenende war es mal wieder soweit und es gab ein Spezialtraining für die angehenden Läufer diesen Jahres. Konkret hieß das: Chemnitzumrundung!

Wir trafen uns also am Samstagmorgen gegen 8:30 Uhr vor der Turnhalle am Thüringer Weg und klärten die letzten Dinge. Die Läufer bekamen eine kurze Einweisung in die Streckenplanung und die Radbegleiter bekamen von mir das Navi erklärt, sodass wir gegen 9 Uhr auf unsere Runde starten konnten. Diese führt uns einmal entgegen des Uhrzeigersinns um die Stadt und war der erste Teil der Alltagssimualtion für die Tour. Strecke planen, zum nächsten Wechselpunkt fahren, zwischendrin mal einkaufen gehen und andere Herausforderungen meistern - es war schön und entsprach genau dem Prinzip der Tour.

Der Weg führte uns zuerst über den Marktsteig in Richtung Reichenhain, Erfenschlag und Einsiedel und hatte es in sich. Denn die erste Etappe ist wegtechnisch die Schlimmste der ganzen Runde. So gibt es heftige Anstiege die für den Radbegleiter fast unfahrbar sind und auch die Waldwege im Bereich der Talsperre Einsiedel sind nicht die Besten. Doch wir kämpften uns durch und nach etwas über einer Stunde hatten wir den ersten Wechselpunkt erreicht. Dies hieß für Franzi einen von nun an freien Tag und Chris übernahm die nächsten Kilometer. Diese waren topografisch bei Weitem nicht so anspruchsvoll wie die Ersten und somit kamen wir über Kleinolbersdorf, den Adelsbergturm, Euba und den Zeisigwald gut voran. Am Ende des Zeisigwaldes warteten auch schon die Anderen und es ging nach einem Radbegleitertausch weiter auf Etappe 3. Hier ging es zuerst durch eine Gartenanlage, dann durch den Ebersdorfer Wald Richtung Glösa-Draisdorf, am Chemnitztalradweg vorbei und über Borna-Heinersdorf zum Chemnitz-Center. Davor wurde nochmal gewechselt, wobei dieser Wechsel fast schief gegangen wäre. Das Läuferteam stand nämlich, wie es während der großen Tour auch manchmal vorkommt, an einer falschen Stelle und erwischte uns dadurch fast nicht mehr. Einzig aufgrund der mehreren Radbegleiter sahen sie uns noch und so ging es gerade nochmal gut. Läufer Nr. 4 setzte die Runde nun fort, die außerdem von nun an eine weitere Herausforderung bereit hielt. Denn die Strecke auf unseren Navis war plötzlich nicht mehr zu finden. Scheinbar war sie nicht richtig übertragen worden und deshalb mussten wir nun nach Erinnerung an das letzte Jahr navigieren. Da die neuen Radbegleiter aber letztes Jahr noch nicht dabei waren, durfte ich alleine mein Hirn bemühen. Doch die Strecke des letzten Jahres war noch da und so führte ich weiter über Röhrsdorf entlang der Autobahn, dann Richtung Rabenstein und durch den Rabensteiner Wald nach Grüna, wo das vorletzte Mal gewechselt wurde. Diesmal nicht nur der Läufer, sondern erneut auch die Radbegleitung.

Weiter ging es durch Mittelbach, den Stärkerwald nach Neukirchen und von da aus zum Wasserschloss nach Klaffenbach, wo wir nicht nur auf Golfer, sondern zur Abwechslung auch auf Hundefreunde trafen. Nach dem Passieren des Wasserschlosses und des tollen Waldstücks danach ging es dann auch schon auf die letzte Etappe, welche uns wieder gen Turnhalle führte. Es ging immernoch nach Gedächtnis durch den Harthwald, den Stadtpark und letztendlich wieder zurück zur Turnhalle, wobei wir hier unsere eigene Route wählten und anstatt des Südrings die Zielgerade über das Feld neben dem Unigelände wählten.

Am Ende zeigte die Uhr 15:40, was nach Abzug der kurzen Pausen bei den Wechseln rund 6,5 h Laufzeit macht. Für die Strecke von knapp 70 km ist das gar nicht schlecht und sollte während der diesjährigen Lauf-KulTour für gutes Vorankommen sorgen. Einer kurzen Umfrage am Ende zufolge hat es allen (neuen) Läufern und Radbegleitern Spaß gemacht, weshalb ich der Tour auch positiv entgegen sehe. Alles in allem also ein netter Samstag mit einer neuen nützlichen Erfahrung, die das Team auch ein klein wenig auf die Routine vorbereitet haben sollte und mit herrlich sonnigem Wetter und einem kleinen Lüftchen sehr angenehm war. Soweit zum Wochenende, nun zum heutigen Tag:

Ritchi beim Blut abnehmen - "wer wird denn da so zimperlich sein..."
Ritchi beim Blut abnehmen - "wer wird denn da so zimperlich sein..."

Der heutige Dienstag stand für die Läufer ganz im Zeichen der Leistungsdiagnostik, bei der ihr aktueller Trainigsstand ermittelt wurde. Dazu hieß es Trainingsverbot für Montag und Dienstagmorgen, damit die Laktatwerte unverfälscht gemessen werden konnten. Und ab 11:30 Uhr durften dann in der Leichtathletikhalle im Sportforum Runden gelaufen werden. Dabei wurde das Tempo immer ein klein wenig erhöht, dann der Laktatwert durch einen Tropfen Blut genommen und die nächste Runde gedreht. Diese Schleife setzte sich bis zur Erschöpfung fort. Wir sind gespannt, was die Auswertung durch die Professur Sportmedizin/Sportbilogie ergibt. Aber bei einem sind wir auch ohne exakte Werte sicher - unsere Läufer sind bestens motiviert und geben alles.

Bis zum Tourstart sind es jetzt noch knapp drei Wochen, dann wird es ernst. Bis dahin eine schöne Woche allen Lesern.

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