Tag 1 – ab an die Grenze

22.08.2015: von Dresden nach Zelz
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Sonnenuntergang

Was gibt es Besseres am Samstagmorgen (um 12:00 Uhr) als das Klingeln des Weckers? NUTELLABRÖTCHEN!!!

Nachdem wir am Abend an der Semperoper in Dresden auf den 2-Uhr-Wechsel gewartet hatten und dieser leider doch nicht an selbigem Punkt stattfand, machten wir uns auf zu unserem ersten Schlafplatz im Zittauer Gebirge. Durch eine gute Schätzung der Position des nächsten großen Wechsels schlugen wir unser Nachtlager auch gleich am richtigen Ort auf und hatten dadurch nach einer angenehmen Nacht nur noch eine sehr kurze Anfahrt zum Startpunkt unserer Schicht. Die Fahrzeit nach dem Aufstehen betrug somit nur 90 Sekunden und das soll uns erstmal einer nachmachen! Da Marie unser heutiges Geburtstagskind war, wurde zur Stärkung auch gleich Kuchen verteilt, bevor es für Tamás und Philipp auf Schicht ging. Von Spitzkunnersdorf führte die Strecke über Nebenstraßen und am Sportplatz vorbei, dann ab in den Wald, welcher bei den heißen Mittagstemperaturen für angenehmere Luft sorgte. Trotzdem war es anfänglich wegetechnisch für den Radler beschwerlich, während es lauftechnisch ganz gut voran ging. Außer an einer Stelle, wo man abkürzen musste und das "vorgeschriebene" Teilstück nicht fand. Aber danach sollte es besser gehen und rollen. Es ging dann allmählich auch auf Asphalt weiter, sodass auch 10 % Steigungen kein Problem mehr waren. Und unterwegs gab es sogar Wasserbüffel zu bestaunen! Doch verdammt, keine Kamera dabei gehabt!

Ab Zittau ging es dann endlich eben voran und der Neiße-Radweg entpuppte sich als wahrer Geheimtipp. Da sollte man unbedingt mal wieder hin! Beim Wechselpunkt kurz vor Görlitz kam es anschließend zu einer sehr tollen Begegnung mit einem Reisebusfahrer, der neugierig das zurückgebliebene Läuferteam ansprach. So ein toll beklebtes Wohnmobil fällt halt auf 😀 Und da wir ja für den guten Zweck (Benni und Co.) laufen und radeln, fand es seinerseits guten Zuspruch, sodass wir die Fahrgäste über die Lauf-KulTour informieren konnten. Und siehe da, es war sogar jemand dabei, dessen Enkel ebenso an Muskelschwund leidet und der somit sehr gerührt von unserer Aktion war. Aber noch besser ist: es kam ein tolles Sümmchen an Spendengeldern zusammen. Na wenn das mal nix ist! Hoffen wir auf weitere solche Begegnungen in den nächsten zwei Wochen!

Zur späten Stunde wurden wir dann auch mal wieder daran erinnert, warum Läufer und Radler wohl besser nicht allein unterwegs sein sollten. Denn es raschelte immer wieder in Wald und Feld und manchmal sah man sogar ein Augenfunkeln im Lichtschein der Stirnlampe.

Der Abschluss der letzten Schicht gestaltete sich dann auch noch einmal recht actionreich. Da im letzen Ort vor dem eigentlichen Ziel eine Baustelle war und die dazugehörige Umleitung für etwas Verwirrung und häufige Telefoniererei (wenn nicht eins der Teams gerade im Funkloch war) sorgte, entschied man sich für einen Wechsel des Standortes und einer Verlängerung der Läuferstrecke. Mit leichter Verspätung trafen nacheinander dann auch alle Teams ein und mit leichter Verzögerung ging es für den RB1 weiter.

So, es ist nun 06:00 Uhr am Sonntagmorgen - es wird endlich Zeit ins Traumland zu verschwinden! Gute Nacht.

geschrieben von RB 2

Es gibt bisher 7 Reaktionen auf diesen Artikel

  1. Guten Morgen am Sonntag aus Ostfriesland, Emden.
    Danke, dass Ihr Euch wieder auf den Weg gemacht habt. Verfolge mit Spannung Euren Weg und die Berichte. Und erwarte Euch am FR in Emden-Larrelt bei Gert Groenewold. Kommt gut durch! Hansi

    • Hallo Mario,

      danke für die Links und das Daumendrücken. Inzwischen hat sich auch eine gewisse Routine bei allen Neuen eingestellt und wir kommen gut voran.

      Schönen Sonntag in die Heimat
      Basti

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