der Triathlon meines Lebens – oder so ähnlich

Wenn man nicht schwimmen kann, sollte man nicht bei einem Triathlon starten. Diese Erkenntnis klingt logisch und simpel – trotzdem habe ich diese am Wochenende selbst bestätigen können.

Für Eric, Manu und mich (Steffen) ging es an den Start beim Hamburg Wasser World Triathlon. Die olympische Distanz – 1,5 km Schwimmen, 40 km Rad fahren und 10 km Laufen – war für uns und ca. 3500 andere Einzelstarter angesagt. Den ganzen Morgen hatte es schon geregnet und so war unsere Stimmung vor Beginn nicht die Beste.

Steffen kurz nach dem Schwimmausstieg
Steffen kurz nach dem Schwimmausstieg

Geschwommen wurde in der Binnen- und Außenalster, sicher nicht die saubersten Gewässer aber immerhin tief genug um die hängenden Beine nicht über den Boden zu ziehen. Pünktlich um 7:32Uhr fiel der Startschuss für unseren Block (einen von 28) und es lief für den einen besser (Manu), den einen ziemlich gut (Eric) und für mich – sagen wir – weniger gut. Mit dem Freiwasserschwimmen komme ich aktuell noch nicht zu recht und das zeigte am Ende auch meine Zeit, welche knapp 20min hinter meinem Wunsch lag.

Umso glücklicher war ich, als ich endlich aus dem Wasser rauskam. Badekappe und Schwimmbrille runter, Neoprenanzug bis zur Hüfte und dann ging es für mich richtig los. Mittlerweile schien auch die Sonne – es konnte nur besser werden. Die in Hamburg sehr lange Wechselzone bedeutet bereits zu Beginn ca. 300m laufen bis zum Rad. Auf dem Weg traf ich dann zum ersten Mal auf unsere größten Fans Franzi und Marie, welche mit uns angereist waren. Der Wechsel klappte gut, die Radbrille wurde noch schnell gegen die ebenfalls bereit liegende Sonnenbrille getauscht und wer so viel Zeit beim Schwimmen verliert kann sich auch die Socken anziehen.

Manu auf dem Rad (Bild www.marathon-photos.com)
Manu auf dem Rad (Bild www.marathon-photos.com)

Dann also ab aufs Rad und die 10 km in Richtung Wendepunkt. Die Radstrecke ging fast nur geradeaus und war breit genug um problemlos zu überholen. Auch der Untergrund war durchweg gut, es ging durch St.Pauli, vorbei an Willen und teilweise mit freiem Blick auf dem Hamburger Hafen. Ich konnte also Tempo machen. Ich blieb von Pannen zum Glück verschont doch leider mussten viele der anderen Teilnehmer ihre Schläuche wechseln. Bereits auf dem ersten Hinweg begegneten mir Manu und Eric, ich hatte also einiges aufzuholen. Die Beine spielten gut mit und ich überholte einen Konkurrenten nach dem anderen. Kurz bevor ich auf die zweite Runde ging feuerten mich dann wieder unsere beiden Fans an und zauberten mir ein Lächeln ins Gesicht. Die zweite Runde lief dann schon schwieriger aber ich konnte das Tempo bis zum Schluss halten. Rad fahren machte wirklich Spaß (auch wenn man es mir nicht angesehen hat).

Der zweite Wechsel lief dann richtig schnell, da hat sich die Investition in leicht zu öffnende Radschuhe und spezielle Triathlonschnürsenkel (ohne Binden) ausgezahlt. Am Ende bescherte mir dieser Wechsel sogar einen Platz unter den Top 10 dieser „Disziplin“.

Dann kam die Laufstrecke. Aufgrund einer Verletzung war ich lange nicht Laufen und konnte nicht einschätzen wie ich mich einschätzen soll. Ich blieb aber zum Glück schmerzfrei und die Zeit war zwar nicht gut, aber so im Rahmen wie erwartet. Auch die Laufstrecke war wieder eine Wendepunktstrecke und mir blieb nichts anderes übrig als den anderen auf ihrem Rückweg zu grüßen. Dann endlich war ich zurück an der Alster und hatte noch ca. 1 km. Ich realisierte, dass ich mein Ziel von einer Zielzeit unter 3h nicht realisieren konnte.

die Finisher Steffen, Eric, Manu (v.l.)
die Finisher Steffen, Eric, Manu (v.l.)

Am Ende standen 3h und 3min auf der Uhr. Ich bin daher nicht wirklich zufrieden. Es war aber ein schönes Wochenende mit tollen Leuten und wieder einer Erfahrung mehr. Vor dem nächsten Triathlon wird etwas mehr Zeit für das Schwimmtraining investiert.

Es gibt bisher eine Reaktion auf diesen Artikel

  1. Hallo Steffen,
    ein wunderbarer Bericht den ich als ebenfalls Nichtschwimmer-Triathlet, bestens nach empfinden kann. Umso mehr freue ich mich, dass der 2 Minutenrückstand auf Dich wahrscheinlich nur an ein paar € 3,50 Schnürsenkeln lag. Da heißt es, nochmal Geld in die Hand nehmen und Steffen auf den Versen bleiben.

    der ältere Herr

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.