Nachreichung: Düsseldorf Marathon

Wir sind euch noch einen Bericht schuldig, wenn auch etwas spät ist dieser Text dafür umso aufregender:

Der Einladung aus dem goldenen Westen folgend, führte uns unser Weg am frühen Samstag den 28.04.2018 nach Düsseldorf. Wir, Matthias, Philipp, Cori und Chris, die Glücklichen Lauf-KulTouristen, welche die Los-Fee für würdig erachtet hatte und drei Vorzeigemitglieder des Einsiedler Skivereins, freuten uns schon seit längerem auf den Ausflug und die Teilnahme am Düsseldorfer Metro Marathon, welcher am Sonntag bestritten werden sollte.

In unserer Partnerstadt Düsseldorf angekommen, wurden wir Chemnitzer, genauso wie eine Delegation aus einer anderen Partnerstadt in Großbritannien, von einer Vertreterin des Stadtsportamts begrüßt. Ein liebevolles Willkommenspaket mit Schneekugeln, den Startunterlagen und einigen viel zu großen Jutebeuteln später, waren wir auch schon auf dem Weg die Highlights der Stadt zu besichtigen. Schnell konnte eine Analogie zu Chemnitz gezogen werden; denn was der Nischel für Chemnitz ist, scheint der Rheinturm für Düsseldorf zu sein. Ein Monument, welches so überragend ist, dass sehr viel mehr Sehenswertes gar nicht notwendig ist.

Untergebracht waren wir in einer Jugendherberge im Herzen eines Nobelviertels, welches sich durch eine enorme Dichte an sehr schicken Häusern und teuren Autos auszeichnete und eine erschreckend geringe Dichte an schnell verfügbarer Nahrung vorzuweisen hatte.

Vorbereitung ist die halbe Miete; heißt es ja so schön. Folglich begann die Vorbereitung auf den bevorstehenden Lauftag bereits am Vorabend mit einer angemessenen Pastaparty, bei welcher sich alle Pasta-Freunde ausreichend mit lang- und kurzkettigen Kohlenhydraten und ganz besonders gesunden Fetten betanken konnten. Auch an Veganer wurde gedacht; eine gelbe Mörtel-artige Masse, welche als Polenta ausgeschrieben war, sorgte für ein nahezu einzigartiges Geschmackserlebnis bei allen Probanden.

Für Nic, Roger und Thomas aus Einsiedel ging es am Sonntag bereits um halb 7 zur ersten Schicht der Frühstücksaufnahme, damit bis zum Start des Marathons auch alles an den entsprechenden Stoffwechselübergangspunkten im Athletenkörper angekommen ist. Für die Lauf-KulTouristen, welche sich „lediglich“ in eine Marathon-Staffel reinteilten, fiel der Startschuss für den Start und somit fürs Frühstück etwas später.

Kurz bevor die Staffel, welche ebenso als Firmenlauf für ansässige Unternehmen ausgelegt wurde, startete, war noch kurz Zeit Marathonies mit einer anvisierten Zeit von unter 3 h zu beobachten. Ehrfurcht machte sich breit, als die Athleten in einem unnachahmlichen Tempo über die Brücke rannten, als wäre das Ziel bereits in ein paar hundert Metern und nicht erst in knapp 30 km erreicht.

Cori machte den Anfang und ging in der tobenden Masse ziemlich verloren. Die zweitlängste Distanz mit 11,8 km lag vor ihr. Ebenso ein ziemlich unschönes Wetterchen, welches alle jene bestrafte, welche keinen Schirm oder entsprechende Regenbekleidung im Repertoire hatten. Eingerechnet der Pausen, welche für die ausführliche Begehung von Blumen-gesäumten Wiesen notwendig wurden, lieferte Cori einen super Start ab und übergab in einem völlig überfüllten Wechselbereich den imaginären Staffelstab an Matthias, welcher seine Ankunft leider nur sehr ungenau prognostizieren konnte.

Matthias: „Ich werde wohl länger als 50 min. brauchen. Aber auf keinen Fall mehr als 53!“ Ok. Genügend Spielraum für Chris, seine Seele am AOK Stand gegen ein Mitbringsel für Luisa einzutauschen. Glücklicherweise waren die Staffelabschnitte so verteilt, dass die Wege zwischen den Wechselzonen zu Fuß erlaufen werden konnten ohne sich dabei unnötig beeilen zu müssen.

Nachdem Chris, aufgrund eines logistisch schlecht aufgestellten Wechselbereichs, beinahe Matthias verpasst hätte, ging letztlich doch alles gut und die kürzeste Distanz von 8,6 km konnte abgerannt werden. Die Stimmung in der Stadt, untermalt von Musikbands, Schaulustigen und anderen Krachmachern, war sehr angenehm und motivierte selbst den größten Grillfan zu ungeahnten sportlichen Höhenflügen. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 13 km/h war die Strecke letztlich geschafft und Philipp übernahm den letzten Happen des großen Ganzen.

Im Zielbereich angekommen, erfreuten wir Staffelteilnehmer uns daran, dass die ausgehändigten Medaillen sowohl im Einzelnen, als auch zusammengesetzt funktionieren. Letztlich sollte herauskommen, dass das Team der Lauf-KulTour mit einer Gesamtzeit von 3:04:00 h, knapp vom britischen Team aus Reading geschlagen wurde, aber dennoch einen souveränen 27. Platz einholen konnte.

Den Abend ließen wir alle gemeinsam, auf Einladung des Oberbürgermeisters, in der Brauerei zum Schlüssel ausklingen. Hierbei wurden natürlich auch die internationalen Beziehungen zu Großbritannien, bzw. dem Staffelteam aus Reading, vertieft.

Ein schöner Abschluss eines tollen Wochenendes mit Wiederholungscharakter.

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