Was verbinde ich mit der Lauf-KulTour?

Ich bin seit einigen Jahren sehr begeistert an Herausforderungen. Zum Laufen kam ich mit 16, als ich eine Übertragung vom Berlin Marathon sah, und daraufhin selbst zumindest einen Halbmarathon rennen wollte. Seit dem bestreite ich jedes Jahr den Rennsteiglauf. In den folgenden Jahren kamen immer mehr Sport-Events hinzu, wie z.B. insgesamt 12 weitere Halbmarathons, die zweimalige Teilnahme an der Südthüringer-Outdoor-Challenge, einem halben Olympischen Triathlon oder einem 24h MTB Rennen (in einem 4er Team). Für jede noch so ungewöhnliche Idee bin ich gern zu haben. Als ich nun einen Flyer der Lauf-KulTOUR im Briefkasten fand, war sofort mein Interesse geweckt, an dem Projekt aktiv mitzuwirken.

Was ist meine Motivation an der KulTour teilzunehmen?

Die Möglichkeit, an einem Projekt mitzumachen, bei welchem 12 Läufer in nur 16 Tagen mehr als 4000km zurücklegen und damit einmal um ganz Deutschland laufen war faszinierend. Den Erfolg, welchen das Team bereits im Jahr 2007 hatte zu wiederholen und dabei an seine eigenen Grenzen zu stoßen, bei nur 4-5h Schlaf und mehr als 21km Laufstrecke pro Tag musste jedoch erst einmal realisiert werden. Nach und nach wurden die Dimensionen des Projekts deutlich. Sieben Begleitfahrzeuge, unzählige Helfer und Sponsoren, welche auf uns 12 zählen. Wenn wir nicht entsprechend vorbereitet sind, würde das ganze Projekt ins Schwanken kommen. Dementsprechend mussten die Trainingseinheiten so umgestellt werden, dass Menschen, mit einem großen Willen in der Lage sind, ein solches Projekt auch umzusetzen.

Was habe ich mir vorgenommen?

Für die Tour wurden deshalb im Vorfeld Ziele überlegt. Hauptziel ist dabei mit Abstand, dass das ganze Team ohne größere Verletzungen das Ziel gesund und munter erreicht, und versucht ohne Pausen über die eigenen Kräfte hinaus durchzulaufen und jeden zu jeder Zeit zu unterstützen. Das Team braucht in der Zeit starken Zusammenhalt, welcher ebenfalls vor dem Start der Tour trainiert werden muss und auch soll. Bei dem Zusammenhalt wird die Erfahrung, welche in einem solchen Projekt gesammelt wird, viel besser weitergegeben und verarbeitet, denn keiner von uns weiß jetzt schon, wie man auf die Belastungen und die Enge über 16 Tage in einem Wohnwagen reagiert und mit ihr fertig wird. Ein weiteres meiner Ziele ist natürlich neben der physischen Belastungen auch der Spaßfaktor. Wir werden die schönsten Gegenden Deutschlands durchlaufen, wie die Alpen, das Rheingebiet oder die Dünen der Nord- und Ostseeküsten. Wer hat schön die Möglichkeit in einer so kurzen Zeit so viele Gebiete zu genießen?

Was verbindet mich mit den Zielen der Lauf-KulTour?

Das erste Ziel der Lauf-KulTOUR ist die Anregung zur sportlich gesundheitsorientierten Bewegung, seit dem ich mit dem Ausdauersport wie Laufen und Radfahren angefangen habe, konnte ich viele meiner Mitmenschen dazu animieren, ebenfalls Sport zu treiben. Beispiele hierfür sind zum einen in meiner Familie zu finden, in der durch meinen Einfluss verstärkt Rad gefahren oder beim Inlineskating an offiziellen Veranstaltungen teilgenommen wird. Zum anderen sind Beispiele in meinem Freundeskreis zu finden. Diese konnte ich durch meine Halbmarathonteilnahme zum Laufen und teilweise sogar zur Teilnahme am HM bringen und nun sogar zur Teilnahme bei dem Projekt Lauf-KulTour.
Das zweite Ziel ist die Repräsentation des Kulturkreises Sachsens und der TU-Chemnitz in Deutschland. Da ich zwar nicht aus Sachsen komme, verbindet mich mit dem Ziel nicht viel, dennoch zeigt das Projekt gut, dass nicht alles schlecht sein muss, was aus Chemnitz kommt. Chemnitz hat für solch ein Projekt Ideale Bedingungen zum Trainieren, da die Gegend um Chemnitz wunderschön zum Radfahren und Laufen geeignet ist. Beispiele sind die vielen Waldgebiete wie Zeisig-, Küch- und Einsiedlerwald sowie der Stadtpark bis zum Wasserschloss.
Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e.V. Da ich bis zu dem Zeitpunkt der Lauf-KulTOUR noch nichts von der Gesellschaft gehört habe, finde ich es gut, dass diese Vereine durch solch ein Projekt ein Stück mehr an die Öffentlichkeit gelangen, und den Muskelkranken, zu denen wir durch unglückliche Zufälle alle zählen könnten, mehr geholfen wird.
Das Hauptziel: Die Umrundung Deutschlands zu Fuß
Ein Ziel, welches auf den ersten Eindruck einfach nur Verrückt klingt, und auf den zweiten nicht besser wird. Aber in einem starken Team, in welchem der Zusammenhalt stimmt, und in welchem Jeder von Jedem Unterstützung findet, ein Ziel, welches nicht einfach nur unglaublich schwer und anspruchsvoll ist, sondern auch bedeutet großartiges im Team im Stande zu sein leisten zu können.
Von daher wünsch ich uns allen Viel Glück und Erfolg bei der Lauf-KulTOUR 2008!!