Tag 6: Wenn sich der Wind dreht

Nichts ahnend haben wir am Mittag im strahlenden Sonnenschein noch einen Pressetermin mit einer Reporterin von den „Lübecker Nachrichten“ vor dem berühmten Holsten Tor wahrgenommen. Leider mussten wir uns hier vorerst von Nela verabschieden. An den Tagen zuvor war vor allem sie ein gefundenes Opfer der Mückenschwärme. Beine und Arme sind übersät von Stichen. Demzufolge ist dem starken Juckreiz nur schwer zu widerstehen. Selbst Fenistil oder auch eine Abkühlung in der Ostsee schienen nicht zu helfen. Die Stiche schwollen an, verhärteten sich, eiterten und Lymphflüssigkeit sammelte sich in den Beinen, sodass ein Gehen unmöglich war und die Schmerzen fast unerträglich. Mit großer Enttäuschung mussten wir die Diagnose der Ärzte hinnehmen: Bettruhe & Antibotika bis voraussichtlich nächstes Wochenende. Das gesamte Team wünscht ihr eine gute Besserung und hofft, dass sie schnellstmöglich genesen wieder zu uns stoßen wird. IMG_7099 Auch Daniel klagt nun über Schmerzen: Voller Vorfreude in Begleitung seines Bruders durch Hamburg laufen zu dürfen, musste leider seinen Lauf durch die Hafenstadt mehrmals mit Geheinheiten unterbrechen. Eine muskuläre Verhärtung des Oberschenkels machten eine beschwerdefreie Laufbewegung unmöglich, selbst die Kulisse konnte sein Gemüt nicht erheitern. Also müssen wir hier unser Repertoire physiotherapeutischer Selbsthilfemaßnahmen ausschöpfen. Als wären die Probleme im Team nicht ausreichend kamen wir noch in den Genuss des typisch nordfriesischen Wetters: Orkanartige Gegenwindböen und Dauerregen, sodass die Busse wackelten und der Regen heftig auf die Dächer unserer komfortablen Carado Busse trommelte. Doch was uns nicht umhaut (vor allem die Radbegleiter), macht uns stark - und so kommen wir trotz alledem zielstrebig voran, aber können wir unseren erlaufenen Vorsprung halten? Einen Lichtblick gibt es: Theresa scheint nach eigenen Aussagen auf dem Weg der Besserung zu sein, dank der physiotherapeutischer Maßnahmen, die wir eher laienhaft aber mit besten Absichten an ihr anwandten. Der Tag endet im strömenden Regen mit einer gemütlichen Kochsession vor dem Hamburger Elbtunnel.

Es gibt bisher 3 Reaktionen auf diesen Artikel

  1. Hut ab vor eueren Leistungen. Wir verfolgen die Tour sehr aufmerksam. Wir wünschen euch besseres Wetter, keine weiteren gesundheitlichen Probleme, viel Kraft für die nächsten xxxx Kilometer und viel Spaß im gesamten Team.

  2. Hallo ihr Helden, wir leiden jeden Tag mit, wenn wir den miesen Wetter-bericht hören. Nun soll es aber endlich wieder besser werden. Wir hoffen, dass euch diese Nachricht und das Bergfest beflügeln. Gute Besserung an alle, denen es gerade nicht so gut geht. Haltet durch, wir sehen uns in Chemnitz! Liebe Grüße besonders an Tim von Dietmar und Bianka

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