Tag 9: Bergfest im Norden

Nachts zwei Uhr in einer Kleinstadt an der Ems haben wir uns alle zum „großen“ Wechsel, das heißt Läufer- und Radbegleiterteamwechsel, versammelt, um Manu ein Geburtstagsständchen zu singen. In den letzten Tagen stieg Manu, zum Missmut seiner Busmitbewohner, öfters total durchnässt vom Rad. So waren wir uns einig: Manu, was dir fehlt ist: ein Schirm. So haben wir ihm einen Unikat-LKT Schirm geschenkt mit integrierter Dreifachlfunktion: Schutz vor Regen sowie vor grellem Sonnenschein. Außerdem ist der Schirm als Wegweiser ganz gut geeignet, was einem unentschuldbaren Abweichen des Läufers vom Track vorbeugt. Selbst als Nutella Experte bezeichnet, stellten wir das Geburtstagskind auf eine ultimative Geschmacksprobe: 2 Schnitten haben wir ihm liebevoll geschmiert: eine mit Nutella, eine mit veganer Haselnusscreme von Knödi. Beide schön dekoriert mit Banane und Kakaopulver…tja Manu Test nicht bestanden. Selbst beim zweiten Versuch hat er das Nutella Brötchen geschmacklich nicht erkannt. Es gab jedoch noch einen weiteren Grund  zum Feiern: BERGFEST! Die Hälfte ist geschafft! Einerseits Erleichterung anderseits etwas Wehmut schwelgt in der „Partystimmung“. IMG_7264 Bei strahlendem Sonnenschein sitzt das gesamte Team, was sonst während der Tour nie der Fall ist, gemeinsam auf einem ruhigen Dorfparkplatz 15km nördlich von Münster und genießt Pizza, gesponsert vom Orga Team, sowie Bier, natürlich alkoholfrei, spendiert von Manu und Caro. Bis 18Uhr tauschten wir Erlebnisse und Impressionen aus. Da die Lauf-KulTour sich als die längste Dauerstaffel Deutschlands bekennt, gibt es auch zum Anlass des Bergfestes keinen Stopp. Deshalb musste sich Gerrit  beizeiten von dem Team verabschieden, um  das stete Voranschreiten der Tour zu garantieren. Einmal Lauf-KulTourist, immer Lauf-KulTourist. So haben wir uns sehr über den Besuch von Annika gefreut, Läuferin 2010 und gute Freundin des Teams. Sie ließ es sich nicht nehmen uns spontan beim Bergfest zu besuchen. Genau gewusst, wie man Läufer aufmuntern kann, verköstigte sie uns mit einem Berg Muffins. Benjamin und vor allem sein Radbegleiter kämpften sich indes durch den Großstadtdschungel von Münster: Passanten, Touristen, unzählige Radfahrer, enge Straßen, Kopfsteinpflaster und eine sehenswerte, historische Kulisse, die Benjamin minder bestaunen konnte. Denn mit 14km/h schlängelte er sich durch die Massen in der Fußgängerzone. Und sein Radbegleiter hatte dabei die ehrenvolle Aufgabe ihn erstens nicht aus den Augen zu verlieren, ihn zu navigieren sowie ihm den Weg frei zu räumen. Die Kunst dabei war den Überblick zu behalten, niemand über die Füße zu fahren, keinen Passanten umzufahren bzw. sich nicht mit anderen Radfahrern anzulegen, was schwierig war. In der Nacht erreichten wir das Ruhrgebiet und später den Rhein, wo uns sicherlich nicht weniger Trubel erwarten wird, da sehnen wir uns dann doch die einsamen Landschaften und stressfreien Ortschaften an der Oder bzw. Nordsee herbei. Naja, aber das macht die Tour ja erst richtig interessant. Wer weiß was wir noch erleben dürfen!? Es bleibt auf jeden Fall spannend. Ein erfreuliche Nachricht gibt es noch zu verkünden: Unseren Invaliden geht es wieder besser. Das erkältete Team 1 schnieft weniger, Daniels Tape lässt ihn zu alt bekannten Kräften aufblühen und Theresa „schrubbt“ nahezu schmerzfrei ihre Kilometer. Ansonsten zwickt es mittlerweile bei jedem mal hier und da.

Es gibt bisher 3 Reaktionen auf diesen Artikel

  1. Viele Grüße von der Costa de la Luz. Ist ein bisschen wärmer hier als in Deutschland. Aber seid froh, dass Ihr bei etwas kühleren Temperaturen laufen könnt. Macht auch einmal Spaß, aus der Perspektive die Tour zu verfolgen. 🙂

    Welcome back to tour, Nela. Nachträglich alles Gute zum Geburstag, Caro und Manuel. Wir sehen uns am Samstag – bis dahin noch tolle Laufkilometer und gutes Wetter Euch allen!

  2. Hallo liebes Team, habe gestern bei Hirschhausen gelesen: „Glück ist, wenn der Schmerz nachlässt.“ Ich hoffe, dies motiviert euch! Bleibt alle gesund und „Sport frei!“ Bianka

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