Tag 5 von Weiden i.d. Oberpfalz (DE) nach Pilsen (CZ)

Einen guten Morgen aus Weiden in der Oberpfalz wünscht Euch Ellen aus Team 2.

Nach einer bequemen Nacht im Handwerkerhaus (wir haben schließlich in Betten geschlafen) begrüßte uns der Tag mit einem reichhaltigen Frühstück inklusive Blick auf das wunderschöne Morgenrot aus dem Küchenfenster. Das zeitige Aufstehen ist nicht ganz leicht mit den schweren Beinen und dem wenigem Schlaf durch die letzten Tage, aber in der Gruppe fällt es doch deutlich leichter sich immer aufs Neue zu motivieren.

„Pünktlich“ um 7:06 Uhr startete Team 1 bei bewölktem, aber zum Glück trockenen Wetter in Richtung Pilsen. 15 Minuten später machten sich dann auch Team 2 und 3 auf den Weg. Nach den ersten 6 Kilometern gelang es den Nachzüglern zum Läuferteam aufzuschließen. Kurz darauf legte jedoch der knackigste Anstieg des Tages mit bis zu 13% Steigung den Radfahrern einige Steine in den Weg. Eine Schotterpiste reduzierte das Tempo auf Schrittgeschwindigkeit. Da hatte die Startläuferin aus Team 1 nun leichtes Spiel und ließ am Anstieg alle Radfahrer hinter sich.

Nachdem diese erste Hürde überwunden war, ging es in ständigem auf und ab durch den Oberpfälzerwald und bei Waldheim schließlich über die Grenze nach Tschechien.

1. Höhepunkt des Tages war natürlich der 1. Wechselpunkt. Hierbei zeigte sich mal wieder der Überfluss von Kinos und Fernsehern. Bequem in Campingstühle gebettet wurde ausgiebig das Panorama genossen. Viel Zeit zum Verweilen blieb Team 2 jedoch nicht, da schon bald der Wechsel erfolgte. Dabei freue ich mich jeden Tag aufs Neue auf die Laufkilometer - mittlerweile zunehmend auch aus dem Grund, nicht mit dem Allerwertesten auf dem Sattel zu sitzen.

Aus dem idyllischen Wald heraus ging es zurück Richtung Zivilisation, wobei im freien Gelände heute in den Thoni Mara Jacken stets dem Gegen- und Seitenwind getrotzt werden musste. Nach einigen Kilometern auf Asphalt zeigte sich nun zunehmend, dass die tschechischen Radwege zwischen der Grenze und Pilsen eher für Mountainbikes geeignet sind, da die Wege sehr holprig waren. So blieb uns jedoch genug Zeit die Landschaft abseits vom Autoverkehr zu erkunden.

Dabei sei zu erwähnen, dass hier längst nicht alle Straßen, die in Ortschaften führen, auch als solche zu erkennen sind. Plötzlich noch mitten im Wald führt der Schotterweg zum nächsten Orteingangsschild in manchmal fast verlassene Dörfer, in denen wir mehr bellende Hunde getroffen haben als Menschen.

Das absolute Highlight des Tages bleibt, wahrscheinlich vor allem für Team 1, die Querung eines Baches, der sich uns in den Weg stellte. Während Team 1 sich waghalsig in die Fluten stürzte und den direkten Weg bevorzugte, versuchte Team 3 eine Brücke zu bauen… bis der Läufer aus Team 2 sich durch das Gebüsch stromabwärts einen Weg bahnte und schließlich die rettende Brücke fand, die dem Rest der Sportler trockene Füße bescherte.

Der restliche Weg nach Pilsen gestaltete sich zunehmend flacher und so rollten und liefen die restlichen Kilometer, bis auf einige Ausnahmen, wie kleine Stiche mit losem Schotter, fast von allein. Dabei waren wir Sportler immer wieder froh auf den Radwegen zurück zu sein und dem genervten Hupen einiger ungeduldiger Autofahrer zu entgehen.

2 Kilometer vor dem Tagesziel trafen alle Sportler wieder zusammen und kamen gemeinsam an der heutigen Unterkunft, einer Freizeitschule (tschechische Variante einer Volkshochschule, jedoch bereits ab dem 2. Lebensjahr besuchbar) nahe dem Zentrum von Pilsen, an.

Bei einer kleinen Stadtführung konnten wir mit unserem Guide Lucie einen kleinen Einblick in die kulturellen Schönheiten des Ortes und die Geschichte bekommen.

Anschließend wurde in der Unterkunft traditionell gespeist - mit Einladung unserer Gastgeber zu Gulasch mit Knödeln sowie Mohn- und Apfelstrudel als Nachtisch. Gut gestärkt für den morgigen Tag und die längste Etappe der Tour können wir uns heute zu Bett begeben.

Dabei möchte ich daran erinnern, dass wir jeden Tag im Zeichen der Duchenne-Stiftung unterwegs sind und dabei laufend und radfahrend ein Zeichen setzten wollen, für die Betroffenen, denen dies durch Ihre Erkrankung nicht möglich ist.

Wenn auch Du diese Tour an sich bzw. die wichtige Arbeit der Duchenne-Stiftung unterstützen möchtest, kannst Du auch heute noch einen Beitrag leisten.

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