Es gibt keine Sieger oder Verlierer, denn nur das Zusammenwirken der einzelnen Kräfte macht den wohl längsten Staffellauf des Landes erst möglich.
(Ostsee-Zeitung)

Autorenarchiv von ‘Caro‘

Tag 12: Die Lauf-KulTour trifft die DGM

Dienstag, den 13. September 2011 von

Nach rund 3000km zeigen nicht nur die Läufer die ersten „Verschleißspuren“,  sondern ebenso die Räder beweisen, dass die Tour schon fortgeschritten ist. Gleich zweimal ist es uns heute passiert: Radplatten.

Aber wer sein Fahrrad bekanntlich liebt, der schiebt. So wird der Radbegleiter unfreiwillig zum Laufbegleiter.

Mit aller Mühe versuchten die Jungs am Nachmittag einige Kilometer vor Freiburg das Rad unter nicht grad optimalen Bedingungen wieder flott zu bekommen, denn die ersten Berge sind tatsächlich in Sichtweite.

Bisher ist es uns schon gut gelungen auf die wenig erforschten Muskelkrankheiten aufmerksam zu machen. Zugleich wollten wir uns näher über das Schicksal Erkrankter informieren und besuchten das Kinder- und Jugendzentrum der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke in Freiburg. Sehr viel Wissenswertes erfuhren wir in einer lockeren Gesprächsrunde mit Fachärzten, einer DGM Vertreterin und einer jungen Betroffenen – ein bewegendes Treffen für alle.

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Bereits im letzten Jahr verköstigte … weiterlesen »

Tag 11: Wir sind wieder komplett!

Dienstag, den 13. September 2011 von

Dass der Job als Radbegleiter minder eine sportliche Herausforderung ist, beweisen die diesjährigen Radfahrer, zumeist alles ehemalige Lauf-KulTouristen. So ist es üblich geworden neben der 3h Schicht auf dem Rad noch für eine Stunde in die Laufschuhe zu schlüpfen. Ein hoch ansteckendes Lauffieber grassiert unter dem 20 köpfigem Team.

Besonders Manu scheint nicht ausgelastet zu sein, denn seine Schicht von 2Uhr bis 14Uhr gestaltet sich u.a. wie folgt: 3h Radbegleitung, 1h Laufen, 2h Radbegleitung, 1h Laufen naja und vielleicht zwischendurch eine kurze Regenerationsphase. Auch Steffen zeigt keine Scheu: nach 12h nonstop auf der Strecke, steigt er k. O. aber zufrieden vom Rad.

Aber es gibt auch entspannte Momente während der Lauf-KulTour. So trifft sich der Großteil des Teams täglich 14Uhr zum „großen“ Wechsel. Vor bzw. nach der heißen Wechselphase relaxen alle auf einer Wiese, quatschen, dehnen und massieren sich oder spielen Fußball.

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Nahe Oppenheim besuchten uns Marcels Eltern und … weiterlesen »

Tag 10: Wir erreichen den Rhein

Montag, den 12. September 2011 von

Ja, nicht nur Landschaft kann öde sein, auch das Ruhrgebiet präsentiert sich uns weniger spektakulär. Große Industrieanlagen, triste, urbane Gegend und überwiegend Asphalt, was die Läufer als sehr unangenehm empfanden, da die Beanspruchung für Gelenke und Bänder höher ist.

Straffen Schrittes bewegen wir uns in Richtung Köln. Der nächste geplante Wechsel soll mitten in der Innenstadt am Rheinufer stattfinden. Gespannt, ob wir uns auch alle am richtigen Punkt treffen, cruisen 4 Busse durch das Straßenlabyrinth von Köln, wo selbst das Navi teils streikt.

Gesucht, gefunden. Mit etwas Verspätung und strapazierten Nerven treffen wir uns direkt am Rheinufer im Getümmel.

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Samstagnachmittag bei strahlendem Sonnenschein in Köln … weiterlesen »

Tag 9: Bergfest im Norden

Sonntag, den 11. September 2011 von

Nachts zwei Uhr in einer Kleinstadt an der Ems haben wir uns alle zum „großen“ Wechsel, das heißt Läufer- und Radbegleiterteamwechsel, versammelt, um Manu ein Geburtstagsständchen zu singen.

In den letzten Tagen stieg Manu, zum Missmut seiner Busmitbewohner, öfters total durchnässt vom Rad. So waren wir uns einig: Manu, was dir fehlt ist: ein Schirm. So haben wir ihm einen Unikat-LKT Schirm geschenkt mit integrierter Dreifachlfunktion: Schutz vor Regen sowie vor grellem Sonnenschein. Außerdem ist der Schirm als Wegweiser ganz gut geeignet, was einem unentschuldbaren Abweichen des Läufers vom Track vorbeugt.

Selbst als Nutella Experte bezeichnet, stellten wir das Geburtstagskind auf eine ultimative Geschmacksprobe: 2 Schnitten haben wir ihm liebevoll geschmiert: eine mit Nutella, eine mit veganer Haselnusscreme von Knödi. Beide schön dekoriert mit Banane und Kakaopulver…tja Manu Test nicht bestanden. Selbst beim zweiten Versuch hat er das Nutella Brötchen geschmacklich nicht erkannt.

Es gab jedoch noch einen weiteren Grund  zum Feiern: BERGFEST! Die Hälfte ist geschafft! Einerseits Erleichterung anderseits etwas Wehmut schwelgt in der „Partystimmung“.

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Bei strahlendem Sonnenschein … weiterlesen »

Tag 8: Die Flotte zieht weiter

Samstag, den 10. September 2011 von

Schon eine Woche sind wir on Tour, oh man wie die Zeit vergeht. Und die vergisst man auf der Lauf-KulTour all zu oft. So fragt man sich schon mal des Öfteren, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit man überhaupt gerade tourt?

An der Nordsee scheinen sich die Uhren ohnehin langsamer zu drehen: Schafsherden, die auf dem Deich chillen, verschlafene Ortschaften, weite Felder und sehr nette, hilfsbereite Menschen mit ruhigem Gemüt. Dies kann das Radbegleiter Team 1 bestätigen. Donnerstag früh 6 Uhr im Feld irgendwo an der See: Radbegleiter Team 1 wartet auf den nächsten Wechsel. Das Wohnmobil auf einer Wiese geparkt, versucht das Team zu ruhen. 2 Stunden später: Aufbruch zum nächsten Wechsel – gescheitert! 2 Stunden Dauerregen haben die Wiese kurzer Hand zu einem Sumpf verwandelt, sodass sich der Bus auf Grund mehrmaliger Startversuche festgefahren hatte. Alle Selbsthilfemaßnahmen scheiterten. Unser Kameramann Sebastian machte sich auf zur nächsten Straße, stoppte eine Dame mit einem VW Bus und bat um Hilfe. Auch der Versuch den Bus aus dem Schlamm zu ziehen misslang. Also nahm die hilfsbereite Frau Sebastian mit ins nächste Dorf, organisierte dort einen Traktor. Ohne mit der Wimper zu zucken war das Wohnmobil befreit und dies vor allem zur Freude von Steffen, denn dieser musste dadurch notgedrungen 7 Stunden auf dem Rad verbringen bis das Team ihn erlösen konnte.

Das Highlight des Tages, wenn nicht sogar der gesamten Tour, war die herzliche Einladung der Familie Groenewold in Emden. Bei der Lauf-KulTour 2010 trafen wir Annegret und ihren Mann Gert, der auf Grund einer Muskelkrankheit nahezu immer im Rollstuhl sitzt, bei einem offiziellen Termin in Emden. Begeistert von unserem Projekt luden sie uns bereits damals für die LKT 2011 zu sich ein. Mit größter Begeisterung und Gastfreundlichkeit wurden wir in Emden von dem Ehepaar, motivierten Mitläufern und einigen Reportern hiesiger Zeitungen herzlichst empfangen. In gemütlicher Runde durften wir es uns alle (20 hungrige Sportler!) in ihrem Wohnzimmer am gedecktem Tisch bequem machen, was für ein Luxus?! Kredenzt wurden verschiedene Suppe, Brot, Rote Grütze- natürlich alles selbst gemacht, sogar an unseren Vegetarier Fränk bzw. nahezu Veganer Knödi wurde gedacht. Die Krönung war der Genuss einer Dusche, was will das Läuferherz mehr? So konnten wir den Groenewolds nicht genug danken, da versorgten sie uns noch mit frischen Trinkwasser sowie Birnen und verabschiedeten uns mit der Hoffnung auf ein Wiedersehen 2012. Wir kommen gern.

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Nach dem Läuferwechsel vor dem Hause Gronewolds führte Theresa … weiterlesen »